Gazetta dello Football
Juventus Turin - Wie in den letzten Tagen in verschiedenen Gazetten zu lesen war, hatte der georgische Nationalspieler und Kapitän von Juventus Turin einen Autounfall und fällt voraussichtlich bis zum 26.08 aus. Unsere Reporterin Carlotta Columna hatte eine Audienz bei Kiknadze in seinem Domizil im Turiner Nobelvorort Crocetta. C.C. "Bongiorno Herr Kiknadze oder soll ich lieber Gamardshoba sagen?" B.K. "Bongiorno, Sie brauchen kein Georgisch zu reden." C.C. " Zuerst einmal, wie geht es Ihnen?" B.K. "Wie Sie sehen geht es mir nicht ganz so schlecht. Ich kann zwar momentan nicht am Training teilnehmen, aber dafür gönne ich mir mal am frühen Mittag ein Glas Chianti" C.C. " Sie hatten einen Autounfall, können Sie uns was darüber erzählen? B.K. "Autounfall? Langsam! Es war kein Autounfall, ich wollte lediglich die Wasserpumpe am Wagen meiner Frau wechseln." C.C. "Wasserpumpe?" B.K. " Ja, ich habe in frühen Jahren eine Ausbildung als KFZ Mechaniker in Georgien gelernt, und somit hatte ich mir zugetraut die Wasserpumpe zu wechseln. Aber bei diesen italienschen Autos ist das nicht ganz so einfach. Sie müssen wissen, dass die Wasserpumpe bei diesem Wagen direkt hinter dem Kühler sitzt, und als ich meinen Arm dazwischen klemmte um eine Schraube zu lösen hab ich diesen verdreht." C.C. "Aha, und was sagte ihr Trainer und Ihre Mitspieler zu diesem Malleur?" B.K. "Naja,der Trainer war nicht gerade erfreut über diese Aktion und meine Mitspieler mussten ein wenig schmunzeln." C.C. "Sie fallen bis zum 26.08 aus, wo Juventus wichtige Spiele hat." B.K. "Die Jungs gewinnen gengen den AS Rom und FC Empoli auch ohne mich." C.C. "Wie schaut eigentlich ihre Zukunft in georgischen Nationalteam aus? Mit 28 Jahren sind sie ja jetzt auch nichtmehr der jüngste." B.K. "Am Donnerstag kommt mein Nationaltrainer Kurt Knaster mich besuchen, da werden wir alle Einzelheiten für die Zukunft besprechen. Sollte er sich gegen mich aussprechen werde ich ihn solange mit Gerstensaft abfüllen bis er weiter an mir festhält." C.C. Vielen Dank
Autor: Caesar Luis Monetti - Tuesday, 17.08.2010 Juve baut Amateurkader auf
Juventus Turin - Auf der gestrigen Pressekonferenz von Juventus Turin gab Manager Caesar Luis Monetti bekannt, dass man in der nächsten Saison auch einen Amateurkader stellt. Man steckt zur Zeit schon mitten in der Planung um den Kader aufzustocken. Es konnten schon einige junge Talente unter Vertrag genommen werden und aus dem Nachwuchsbereich kristallisieren sich diverse Rohdiamanten heraus. Der Amateurkader dient wesentlich dazu, als Sprungbrett für den ein oder anderen Jungen in die Profielf genutzt zu werden. Der momentane Kader für die nächste Saison umfasst schon 30 Spieler und somit sind die Voraussetzungen schon teilweise erfüllt. Dennoch beobachtet man noch gezielt den Transfermarkt und wird in den nächsten Wochen noch 4-5 junge Talente mit ins Boot nehmen.
Autor: Caesar Luis Monetti - Tuesday, 10.08.2010 Oy, Oy, Oy!
Brescia Calcio - Ein Schwede kommt. Heute Nachmittag wurde überraschend der Schwede Oyvind Forssell von Djurgardens IF verpflichtet. Der 23-Jährige wurde für eine Ablösesumme von 7,5 Mio. unter Vertrag genommen. Seine bisherigen Bezüge bleiben unverändert. Manager Knaster: „Unsere Begrüßung verlief überwiegend visuell ab. Mein Schwedisch ist nicht so besonders. Wir verstanden uns auch so und mussten uns nicht formell, gute Zusammenarbeit wünschen. Oyvinds Augen sprachen Bände. Er ist top motiviert." Im Mittelfeld herrscht nun ein Angebot von 8 erstligatauglichen Spielern. Ob Knaster nochmal siebt, ließ er offen: „Es ist schön, zwischen so vielen, sich in erstklassiger Form befindlichen und trotz ihres meist geringen Alters, recht erfahrenen Spielern, auswählen zu dürfen. Die Jungs müssen sich anbieten. Dies wird mir einfach nur Spaß bereiten. Dann sehen wir weiter. Heute mache ich mir diese Gedanken, morgen jene. Il tempo, porta rotazione."
Autor: Kurt Knaster - Wednesday, 04.08.2010 Interview mit Fussballverrückter
Kurt Knaster: Bongiorno, Fussballverrückter. Herzlichen Glückwunsch zu 500 Ligaspielen in der Serie A. Sie haben diese Marke als erster Manager in Italien erreicht und das auch noch mit dem immer gleichen Verein. Haben Sie dieses Jubiläum ausgiebig gefeiert?
Fussballverrückter: Bongiorno Kollege Knaster. Vielen Dank für die lieben Glückwünsche. 500 Spiele sind es schon? Unglaublich, kommt mir vor als wäre es erst gestern gewesen, als ich nach einer verlorenen Wette mit einem damaligen Kumpel, der zufällig Präsident von AS Rom war, die Wahl hatte. Entweder laufe ich nackt durch Brescia oder ich werde Manager in Rom. Ich habe mir fürs zweite entschieden da ich nicht wusste wo Brescia liegt. Und so wie ich damals gefeiert habe so muss ich heute Vorbild sein und kann dieses Jubiläum nicht mitten in der Saison einfach feiern. Aber unter uns, eine kleine Flasche Vodka ist schon drin.
Kurt Knaster: Etliche Erfolge können Sie mit dem AS Rom schon vorweisen: 3x nationaler Pokalsieger, 1x Pokalsieger-Cup-Gewinner und 1x Inter-Cup-Sieger. Zur Meisterschaft hat es aber bisher nie gereicht. Wann können denn die Römer mal mit einem Scudetto rechnen?
Fussballverrückter: Es gibt zwei Vereine die die Meisterschaft auf Jahre im Voraus gebucht haben. Also muss ich versuchen über meine Freunde Giorgio Camorra und Frederico Cosa Nostra einen Weg zu finden diese beiden Clubs ein wenig die Flügel zu stützen. Zudem versucht noch ein kleiner Verein aus der Provinz uns den Platz an der Sonne streitig zu machen, so dass wir eher doch eine Pokalmanschaft bleiben werden.
Kurt Knaster: Und wie lauten Ihre Ziele für die laufende Saison? Im Meistercup die nächste Runde erreichen? Ein vierter nationaler Pokalsieg? Oder geben Sie sich mit dem Einzug in den Inter-Cup zufrieden?
Fussballverrückter: Im Meistercup die Gruppenphase zu überstehen wäre schon ein Erfolg. Im Pokal möchten wir auf jeden Fall das Halbfinale erreichen und in der Liga ein Platz unter den ersten 5 zu schaffen. Zudem würde ich gerne meine langjährige Verlobte Giordana Spessore Petti endlich heiraten und meinen lieben Kollegen Knaster den russischen Stürmer abkaufen. Mal schauen was klappt.
Kurt Knaster: Vielen Dank Fussballverrückter.
Autor: Fussballverrückter - Tuesday, 03.08.2010 Neulich an einer Raststätte
Brescia Calcio - Vorletzten Donnerstagabend, kurz vor dem Wochenende. Viel Verkehr auf der Autobahn A4 und an den Raststätten. Nur noch ein freier Busparkplatz am Rasthof „Bella Veduta". Ein rot-weißer Bus versucht rückwärts einzuparken und ein weiß-blauer Bus vorwärts. Der rückwärts fahrende Mannschaftsbus von FC Piacenza gibt mächtig Gas und donnert mit Karacho in den rechten Frontflügel des Mannschaftsbusses von Brescia Calcio. Piacenzas Fahrer, dessen Name der Polizei bekannt ist, hatte offensichtlich den Sieg in Pescara ausgiebig gefeiert und wohl ein Glas Chianti zuviel genossen. Die Manager beider Vereine, Manolo und Knaster, nahmen die Gelegenheit war und tauschten ihre Gedanken. KK: Ciao, Manolo. Glückwunsch zu eurem Sieg. M: (leicht übernächtigt) Welchen meinste denn? Den in Mouscron oder den in Pescara? Sei es drum, heute wird gefeiert (feuert ein Glas Chianti gegen die Fahrertür des rot-weißen Busses). Komm setz dich zu mir in den Bus, hab noch ne gute Ampulle Prosecco am Start. (torkelt Richtung Buseinstieg) KK: Mama mia, fährt euer Busfahrer immer so? M: Afrikanischer Migrant und meine Stille Post (zwinkert etwas zu jovial), raucht komische Kräuter und lehnt Alkohol total ab. Aber jetzt rein in den Bus und kuscheln. Gerüchte Manolo sei schwul, machen ja schon seit langem die Runde. Mal wird er mit dem ehemaligen OM Kafkas in Verbindung gebracht, ein anderes Mal mit Brad Pitt. Dann gibts da die widersprüchlichen Aussagen, er sei verheiratet, mal wieder nicht. Interessierte Passanten verfolgen wie sich Knaster, gezwungenermaßen Arm in Arm mit Manolo, in den Mannschaftsbus setzt. KK: Du hängst mir ja mächtig an den Fersen. Ich meine, in der Tabelle. M: (vertraulich) Man tut sein Bestes Kurtchen, du liebst ja auch das gute Essen, wir aus der Familie wollen doch immer nur die größten Stücke vom Kuchen. Willst mal einen Diamanten namens „Taubenei" sehen? (nestelt in der linken Jackentasche) Egal. Ja, ja die Tabelle - du als Erster hast gut reden. KK: Was? Taubenei? (schüttelt fragend den Kopf) Ich habe diese Saison nicht mit einer Tabellenführung gerechnet. Wir hatten letzte Saison einige Nationalspieler und die haben doch zum Teil sehr unter dieser Belastung gelitten. Im Trainingslager hatten sie mehr als die Anderen aufzuholen. Auf Dauer können wir den Platz an der Sonne natürlich nicht halten. Aber viel spannender finde ich die momentane Situation im Inter-Cup. In meiner Gruppe haben die Hearts viel Herzblut in die ersten beiden Spiele gelegt. Nun haben sie einen ihrer stärksten Spieler an Austria Wien verkauft, die ebenfalls in dieser Gruppe spielen. Die Veilchen, so wie sie genannt werden, waren schon vor dem ersten Spieltag nicht zu unterschätzen, aber nun muß man sie mehr als ernst nehmen. Immer wieder reizvoll die italienisch-österreichischen Duelle. M: Ja - auf mich wartet Spittal mit voraussichtlicher Stärke von 130! Mal sehen, ob wir auf eine rein italienische Elf zurückgreifen. Ich weiß schon, das leidige Thema, nur Patrioten zu verpflichten, interessiert die Medien und Foren. KK: Ja, Du, sag mal, wie stehst du eigentlich zu den Vorwürfen, in deinem Verein gäbe es antisemitische Tendenzen, weil nur noch Italiener verpflichtet werden? Die politische Gruppierung „La Tetta Sinistra" hat beim nächsten Heimspiel Proteste angekündigt. M: Auf der letzten Mitgliederversammlung siegten bei der Aufsichtsratssitzung und Wahl zum Vorstand mit 92%% die Fangruppierung "Patriots", die mit der Forderung vom alten Russen Kafkas antraten: Das Leid des Einzelnen ist das Leid aller und das Glück von Einem wird von allen geteilt. Das zum einen. Zum weiteren möchte ich nur darauf hinweisen, dass die Gebrüder Scarchilli z.B. jüdischen Glaubens sind! Aber ich lieb die italienische Fußballschule. Es stimmt allerdings, dass in der Familie das Wort die Runde macht: Der Eid von Albans muß gesprochen werden im Mittelkreis: Freiheit, Brüderlichkeit & Gleichheit! In Albans (Vorstadt von London) findet unser zweites Jährliche Trainingslager statt. Da liest unser Ehrenvorsitzende, Kafkas, aus dem Kapital von Karl Marx. KK: (rollt mit den Augen) Wie jetzt, häh? Eguale, wie passt dann der Transfer von Amar Yonga aus Uganda in dieses Konzept? M: Das ist das Ergebnis einer Liason von unsrem Präsidenten, da wird ganz offen drüber gesprochen. Außerdem hat der wirklich Talent. Wir wollen auch schon die Zukunft im Tor planen, wenn die Zeit nach unserem Capitano Amico kommt. Nächstes Jahr mit einem 40er Kader und Amateuren ins "Big Business". Übrigens für ganz Gewiefte: TW Ilo(ln)a ist ein Freund von Yonga und der ist jetzt ein Freund Manolos (nestelt wieder in der Jackentasche und holt den Klunker hervor) Willst nicht doch? Den hat mir mein Scout aus Africa mitgebracht. Darf dir mal was sagen: Mein Trainer Dr. Watson verdient ungefähr 700.000 Euronen. Mein Konditionstrainer sage und schreibe 850.000! Und ich arbeite Ehrenamtlich. Da muss doch so ein kleiner Nebenverdienst wie dieser Handel mit Diamanten erlaubt sein... KK: (etwas konsterniert) Wie jetzt? Äh, Du hast ja schon einen speziellen Ruf in der Serie A. Von Himmelsstürmer, Spinner und verschlamptem Genie war schon die Rede. Im Trainingslager hast du deine Spieler mal über den Tourmalet geschickt. Das schlug Wellen. Und nun bringt dein Scout aus Afrika einen Diamanten mit? Bei der Ausreise, hab ich gehört, hat er am Flughafen von Kampala Probleme bekommen, weil er im Koffer ein T-Shirt mit Idi Amin drauf bei sich führte. Das wurde dann beschlagnahmt. Hat wohl von dem Klunker abgelenkt. Hast du schon mit ihm darüber gesprochen? M: (tut überrascht) Das ist mir neu! (wird rot) Na warte, wenn der nach Hause kommst. Du siehst mein lieber Kurt (plötzliche Umarmung), in jeder Familie gibts schwarze Schafe! KK: Jahaha, und eins davon steht nun in eurem Tor. (Knaster macht sich gerade, rückt etwas von Manolo ab und steht letztlich auf, um auszusteigen.) Von den Sanitäranlagen der Raststätte dringt lautes Stimmengewirr zum Parkplatz herüber. Rudelbildung. Piacenzas Ken Spencer und Brescias Artus Carrick sind aneinander geraten. Die beiden Engländer kriegten sich in die Wolle, weil Carrick sich über die fünfzehn Jahre ältere Freundin von Spencer lustig gemacht hat und bezeichnete ihn als nekrophil. KK: Die spinnen die Briten! M: (öffnet ne neue Flasche Prosecco) Frauen!!! Spencer sitzt das auf der Tribüne aus. Gerade wir als "Patriots" stehen besonders da im Licht der Öffentlichkeit. (ruft Knaster hinterher) Den Spencer schick ich sowieso wieder auf die Insel. KK: Ich glaube, wir sollten mal zusehen, dass wir nach Hause kommen. Ciao, Manolo. Wir sehen uns in 3 Wochen in der „Sepp Fett Arena". Mal schauen, ob wir euch drei Punkte entführen können. Wie kam es überhaupt zu diesem Stadionnamen? M: Das wird spannend. Für mich das Spiel der Saison. Eine Woche vorher werden wir ein Trainingslager in Hamburg abhalten, bei Sepp Fett meinem Freund und Kollegen vom FC St. Pauli. In einer lauen Nacht auf dem Kiez hatte ich ihm versprochen, wenn er mich sponsert nenn ich meinen zukünftigen Arbeitspaltz nach ihm. Die Trainingslager in einer Weltstadt wie Hamburg haben immer eine besondere Note. Also - kannst ruhig kommen, bin auf alles vorbereitet. Ciao, Kurt. KK: Ciao, Manolo. (kratzt sich etwas ratlos am Kopf und besteigt seinen Mannschaftsbus)
Autor: Kurt Knaster - Sunday, 01.08.2010 Absage
Brescia Calcio - Kurt Knaster (Brescia Calcio) hat die Teilnahme am diesjährigen Welt-Schummel-Tag abgesagt. Der, anlässlich des WS-Tages am 19.08.2010, stattfindende Kongress in Burbach trägt das Motto „Schummeln mit Erfolg" und wartet mit Gastrednern wie Lance Beinstrong (Team Caddy Shack), Michael Uhrmacher (Mercer Racing), Frank Fahrinan (Mini Vanilli) und C. L. Monetti (Juventus Turin) auf. Knaster ließ bekannt geben, er bliebe aus nicht näher genannten persönlichen Gründen der Veranstaltung fern.
Autor: Kurt Knaster - Friday, 30.07.2010 Vorverkauf hat begonnen
Juventus Turin - Ab heute beginnt der Kartenvorverkauf für das Spiel gegen Tabellenführer Brescia Calcio. Die Tickets können in der Geschäftsstelle und im Fanshop erworben werden. Am Donnerstag werden auch die Kassenhäuschen am Stadion schon ab 13.00 Uhr geöffnet sein. Vor dem Spiel wird es schon ab 17.00 Uhr ein buntes Rahmenprogramm geben. Unteranderem wird Die Band "Torino ragazzi" ihren neuen Titel "Sono nel nostro cuore" dem Publikum präsentieren, und die Lederkugel wird von Fallschirmspringern um 20.00 zum Anstoßpunkt eingeflogen. Unklar ist noch, ob Juventus Turin in Bestbesetzung auflaufen wird, da sich noch verschiedene Leistungsträger im Aufbautraining befinden.
Autor: Caesar Luis Monetti - Monday, 26.07.2010 Neulich im Flugzeug
Brescia Calcio - Caesar Luis Monetti, Manager von Juventus Turin und sein Kollege Kurt Knaster von Brescia Calcio waren beide von ISTV, dem italienischen Sportsender, eingeladen. Sie nahmen den gleichen Flug von Mailand nach Rom, wo sie in der Fußball-Talkshow „Triangolazione" zu Gast sein sollten. Timo Tifosini, Reporter der Stadionzeitung „Zona Cesarini", saß zwischen den Beiden und durfte dabei sein Aufnahmegerät einschalten. KK: Ciao, Luis. Come stai? CLM: La ringrazio molto bene, e te stesso? KK: Abbastanza bene. Ich habe gehört, du bist bei „Triangolazione" nur eingesprungen, weil Dirk K. von Empoli kurzfristig abgesagt hat. Wie fühlt man sich so als Lückenbüßer? CLM: Aber Kurt, du kannst mich doch nicht Lückenbüßer nennen. Wo ist eigentlich deine Sekretärin, die wollte doch auch mitfliegen, dieses Luder? Und was macht eigentlich euer Talent Degano, ist er noch mit deiner Leitung zufrieden? Er würde ja zu gerne nach Turin. Du weißt ja, seine Oma wohnt dort. KK: Ich sag dir nur eins: Lass die Finger von meinen Angestellten, egal welche Position sie innehaben und setz speziell Degano keine Flöhe ins Ohr. Was soll er bei seiner Oma, wenn er hier zum Beispiel Giuliana Sciattona hat, die sich sehr fürsorglich, besonders abseits des Platzes, um die Nachwuchsspieler kümmert. CLM: Ich habe vorgestern noch mit seiner Oma gesprochen. Sie telefoniert ja jeden Tag mit ihrem Enkel. Er hätte schon darüber geklagt, welch merkwürdig fürsorgliche Art Sciattona gegenüber den jungen Spielern an den Tag legt. Gab es da noch keinen Ärger? KK: Macché! Degano fühlt sich bei uns wohl. Du kennst das doch: Das Eine ist das, was man la Nonna erzählt und das Andere ist... Luis, du weißt schon. Wo bleibt denn mein Tomatensaft? Früher war der Service besser, aber früher wurde man an Bord auch noch von ansprechenden Signoras bedient und nicht von Sonnenbank gebräunten Stewards. CLM: Tja, die Zeiten ändern sich eben. Früher trugen die Signoras ja auch noch schöne Blusen und Röcke, da sah man auch hin und wieder mal einen Straps. Heute sieht man sie nur in Hosen rumtorkeln. KK: Apropos Rumtorkeln, sag mal, wie konntest Du nur Micillo, das italienische Ausnahmetalent auf der linken Außenbahn, nach Tottenham ziehen lassen? Warst Du da besoffen? Da gab es doch bestimmt Proteste aus dem ganzen Land. CLM: Proteste?? Es gab sogar üble Beschimpfungen. Von Verräter war die Rede bis hin zur Morddrohung. Fußball ist ein Mannschaftssport und da macht es wenig Sinn, auf einer Position überragend aufgestellt zu sein. Wir möchten unseren Kader vergrößern und bekamen für Micillo zwei gleichwertige Spieler. Ein RV und ein LM, beide Nationalspieler. Es war eine gute Entscheidung, Micillo gehen zu lassen. KK: Wie sieht denn sonst so deine Kaderplanung aus? Bei 7 Leistungsträgern Juves laufen die Verträge aus. Glaubst Du, die alle an deinen Mittelklasseclub binden zu können? CLM: Die bleiben alle in Turin. Aber mal was anderes. Was ist eigentlich mit Boris Sennikow los? In der Presse war zu lesen, dass er mit seinem Trainer nicht gut kann und auch an einen Wechsel denkt. Ist da was dran? KK: Nein, es gab nur etwas Unruhe, weil „Bumm Bumm" Boris von der EM spät zurückgekehrt ist. Die Bädertherapie dauerte länger als geplant. Ich glaube, er hat dann dort auch noch sein „Seepferdchen" gemacht. Halil Topal, unser Trainer, fand das albern und machte sich darüber lustig. Mittlerweile ist das aber wieder aus der Welt. CLM: Albern?? Bei uns hat jeder Spieler das Seepferdchen, und ferner müssen Sie sogar noch vom 1 Meter Brett springen. Das stärkt das Selbstbewusstsein. KK: Das ist dann das Goldene Seepferdchen, oder? Naja, was ist mit deinem „zweiten Anzug"? Der scheint noch nicht so zu passen. In den Freundschaftsbegegnungen habt ihr alle Spiele verloren. CLM: Das macht doch gar nichts. Für Freundschaftsspiele gibt es keine Punkte. Aber Kurt, willst du etwa auf dein schlechtes Abschneiden in der ersten Pokalrunde ausweichen? Da habt ihr euch ja auch einen schönen Schnitzer erlaubt! KK: Diese Niederlage gegen einen Amateurclub muß ich ganz klar auf meine Kappe nehmen. Ich habe die Spieler nicht ausreichend auf die Kampfkraft und die Härte die uns dort erwartete hingewiesen. Spielerisch waren wir deutlich überlegen, aber das reicht heutzutage nicht mehr aus. Hacke, Spitze ist nicht genug. Wenn es um etwas geht, muß man auch mal ins Gras beißen, äh, Gras fressen. Die Vorbereitung lief ja auch nicht gerade optimal. CLM: Wart ihr dieses Jahr eigentlich im Trainingslager? Ich hab mir mal einen Prospekt vom Truppenübungsplatz Baumholder schicken lassen, vielleicht werden wir dort mal unsere Zelte für eine Woche aufschlagen. Kommt aber auf die Finanzen an. KK: Unsere Finanzen haben gestimmt und wir waren im Trainingslager. Wir hatten aber viel Verletzungspech. Suboptimal. Aber Dein Saisonstart ist ja auch alles andere als rosig verlaufen, gleich 4 Niederlagen in 6 Spielen. Liegt das vielleicht am neuen Trainer Gus Backus, Backhuus oder wie heißt der noch? War der früher Bäcker oder Sänger oder was? Wie biste überhaupt an den rangekommen? Welche Verbindungen hast Du da wieder spielen lassen? CLM: Gus Backhuus? Ich kenne mich ja nicht sonderlich mit Musik aus, aber war das nicht mal der Sänger von Kiss oder den Fanta4? KK: Gene Simmons war nie bei den Fanta4! CLM: Ach so, da hab ich was verwechselt. Jelmar Bakhuys heißt unser neuer Trainer und wird Juve in den nächsten 3 Jahren unter die Top 3 in Italien führen!! Da ich zweimal im Monat mit unserem Mannschaftskoch in Amsterdam bin, um die auserwählten Zutaten für unsere Kantine zu kaufen, traf ich vor zwei Monaten den Backhuys in einem dezenten Kaffee Shop direkt am Leidseplein. Er trank genüsslich einen Kakao und hörte ganz gespannt meiner Vision "Juve2014" zu. 2014 wollen wir erstmals Meister sein. Es dauerte auch gar nicht lange und er war überzeugt. Der Vertrag wurde am gleichen Tag noch auf einem Bierdeckel unterzeichnet. Aber ich möchte dich nicht langweilen... KK: Ich finde das ganz und gar nicht langweilig. Mich interessieren vielmehr die „Zutaten" für eure Kantine. Was soll das denn sein? CLM: Ich kann dir doch jetzt hier im Flieger nicht alle Interna verraten. Es sind meistens nur Zutaten für den Salat. Hauptsache es schmeckt und fördert die Leistung, was der Max uns zubereitet. Wie schaut es denn eigentlich in Brescia aus, scheint ja wirklich so, als würdest du da ganz gute Arbeit leisten, wie bringst du denn das eigentlich als Rockmusiker alles unter einen Hut mit deinen Love Toy Boys, oder wie heißt die Band? Mann, Mann, Mann, die Cessna wackelt aber sehr, ich glaub ich brauch ne K...tüte, ich habe doch Flugangst. KK: Kotz mir bloß nicht auf die Füße! Und hör mal damit auf, immer unseren Bandnamen zu verunstalten! Die Musik ist nur Hobby, ein Ausgleich. Das brauche ich, um mich abzureagieren, zum Beispiel nach solchen Pokalspielen wie letzte Woche. CLM: Dann spielst du also immer noch Klarinette oder war es Triangel? Sind ja auch schöne Instrumente. KK: Ja genau. Nach der Pokalpleite bin ich erst mal in den Proberaum und habe eine Stunde Triangel gespielt. Und du? Bist du eigentlich noch in der Gastronomie tätig? Du warst doch bestimmt immer dein bester Kunde. CLM: Naja, ich wäre ja noch gerne in der Gastro tätig, aber mein Arzt riet mir, den Job an den Nagel zu hängen, du weißt ja, meine Leber. KK: Du meinst das Ding, das eher einem Einkaufsnetz gleicht? Heißt das nun, du konzentrierst dich nur noch auf Juve? Für alle Zeit? Oder kann dich auch mal ein anderer Verein locken? CLM: Och, Kurt, frag doch nicht immer so hintenrum, ganz Italien weiß doch, daß du gerne nach Juve wechseln würdest, aber den Gefallen mache ich dir in den nächsten Jahren nicht. KK: Von wegen. Als ich in der Serie A 2008/01 anfing, hatte ich die Wahl. Ich hätte mich auch für Juve entscheiden können, tat es aber nicht und habe es auch keine Sekunde bereut. Wer ist den 2008/01 abgestiegen? Brescia jedenfalls nicht. Außerdem war ich es doch, der dich zu Juve quasi vermittelt hat. CLM: Ja, und ich will ja auch gar nicht wissen, was du dafür bekommen hast, umsonst hast du das doch wirklich nicht getan. KK: Nein, ich habe von dir Gianlucca Bente bekommen. Bleibst du nun oder nicht? CLM: Ich fühle mich in Turin sehr wohl, und außerdem gibt es nicht allzu viele Vereine in Europa, die mir mein Gehalt zahlen können, punkt basta. Wie sieht denn eigentlich deine Zukunft aus? Willst du etwa in Brescia alt werden? Wobei ich mir denken kann, dass Du nicht gerade mit Angeboten von anderen Vereinen zugeschüttet wirst, oder verheimlichst du uns etwas? KK: Nein, meine Majestät. Ich verheimliche euch nichts. Meine Aufgabe in Brescia ist noch nicht erfüllt. Bevor nicht irgendein Pott in der Glasvitrine steht, werde ich den Verein nicht wechseln. Obwohl es da den ein oder anderen Club gibt, der mich sehr reizen könnte. Die werde ich aber niemals Preis geben. CLM: Hab ich es doch gewusst, du schielst zum Falkirk FC und zu Borussia Neunkirchen. KK: Tutte balle! Ich lebe hier wie Gott im Speck oder wie die Made in Frankreich. Nenn es, wie du möchtest. Ein einziges Mal spielte ich mit dem Gedanken, Brescia zu verlassen. Zu Beginn der Saison 2008-03 flirtete ich mit einem Wechsel zu West Ham United, entschied mich aber zu bleiben. Es erschien mir reizvoller, mich mit den italienischen Managern zu messen. Die aktuelle Tabelle lasse ich mir einrahmen. Am 5. Spieltag war das „Spitzenspiel". Der Erste gegen den Ersten. Denn eigentlich war Brescia genauso gut Erster wie Parma. Wir hatten dasselbe Torverhältnis. Wann gab es das schon mal? Der Tabellenführer gegen den Tabellenführer. Und nun sind wir nach dem 6. Spieltag und fünf Siegen in Folge, zum ersten Mal Spitzenreiter seit ich in Brescia bin. Es gibt keinen Grund, irgendetwas zu bereuen. Auch die letzte Saison 2010-01 war überragend. Ich bin gespannt, wann der Einbruch kommt und wann mein Posten zum ersten Mal zur Disposition steht, denn die Erwartungen werden immer größer. CLM: Allora, ich glaube nicht dass die Tifosi in Brescia jetzt mehr erwarten. Nur weil ihr nach 6 Spieltagen mal vorne steht, gehe ich mal davon aus, dass man auch in Brescia ein klein wenig Fußballsachverstand hat und alles als Momentaufnahme sieht. Aber ich gönne es dir, mein lieber Kurt. Und sollte dein Posten doch zur Disposition stehen, öffnen sich ja vielleicht neue Wege Richtung wohin auch immer. Aber jetzt mal was ganz anderes Kurt, ihr spielt in dieser Saison erstmals im Intercup. Wie siehst du denn eure Chancen auf ein Weiterkommen gegen Gegner wie Austria Wien, Germinal Beerschot Antwerpen und Heart of Midlothian? Ist da das Ausscheiden in der Gruppenphase schon vorprogrammiert? KK: Nein, bestimmt nicht! Das ist eine sehr ausgeglichene Gruppe, in der Brescia leicht, ich betone leicht, favorisiert ist. Wir werden den Kampf um den Einzug ins Viertelfinale aufnehmen. Aber ein Spaziergang wird dies nicht. Wir spielen zuerst gegen die lila Kühe aus Antwerpen und dann bei den anderen lila Kühen Austria Wien. Hoffentlich wird das Spiel im Horr-Stadion nicht der Horror. Wir wollen vermeiden, dass wir zwei Veilchen verpasst bekommen. CLM: Ui, bist du jetzt schon so übergeschnappt, dass du dich Favorit nennst? Tztztz. Aber ich drücke dir trotzdem beide Daumen für ein Weiterkommen. Ist ja auch für Italien wichtig! KK: Ball flach halten. Was rechnest du dir denn für die kommende Saison aus? Meine wird wahrscheinlich nicht so rosig. Ich habe ein Orakel befragt - meinen Hund. Das mache ich vor jedem 1. Spieltag einer Saison. Hat er einen schönen festen Stuhl, wird es eine erfolgreiche Spielzeit. Macht er aber etwas das eher einem Kuhfladen gleicht, wird die Saison nicht so wie ich es mir wünsche. Bisher hat es immer gestimmt. Unglaublich. Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt! CLM: Mad Dog. So, ich glaube wir landen gleich, ich nehme noch mal ne Beruhigungstablette. KK: Eine Beruhigungstablette? Hast wohl Lampenfieber, was!? Dann will ich mal hoffen, dass du nachher nicht einschläfst, wenn dir der Wontorrano die Fragen stellt. CLM: Ach du grüne Neune, Wontorrano interviewt uns? Hoffentlich hat er nicht wieder 2-3 Gläser Bockbier getrunken. Sollen wir nach dem Studiobesuch heute Abend noch im Rom was essen gehen? Ich kenne da einen schönen Laden an der Piazza Navona. KK: Die Piazza Navona kenne ich. Pittoresk. Meinst Du das Ristorante 4 Fiumi? Dort gibt es erstklassigen Fisch. Da komme ich mit. CLM: Ja, der Tintenfisch ist nirgendwo besser als im 4 Fiumi. KK: Du meinst, die Krake? CLM: Ja, den Octopus. KK: Hmm, lecker.
Autor: Kurt Knaster - Saturday, 17.07.2010 Calcio Oggi
Brescia Calcio - Einige Daten zum Saisonbeginn 2010-02 der Serie A (ausgehend von der voraussichtlichen Aufstellung: Genau wie vergangene Saison hat auch diesmal Milan (149) die beste Form und wieder läuft Empoli (111) seiner Form hinterher. Gesellschaft bekommt Empoli diesmal aber von Parma (111). Die stärkste Kondition können die Spieler von Inter (84) vorweisen. Sie stehen weit vor der am schnellsten ermüdenden Elf von Pescara (59). Auch was Frische und Motivation angeht, führt Milan die Serie A, mit Werten von 91 bzw. 98, an. Florenz, das eines der ältesten (29,5 Jahre) Mannschaften ins Rennen schickt, hat dagegen die ausgelaugtesten Spieler (76). Völlig demotiviert sind immer noch die Mannen aus Empoli (59), die nun schon seit über einem Jahr ohne Trainer auskommen müssen. Denselben Wert hat, nicht überraschend, auch Pescara. Wie lange Udine seinen mittleren Motivationswert (87) halten kann, scheint ungewiss, denn sie haben den mit Abstand schwächsten Trainer der Seria A in ihren Reihen: Guiseppe Lupatelli (Stärke 1). Er ist den Anforderungen einer 1. Liga nicht gewachsen. Chievo und Genua haben die Spieler mit der größten Spielpraxis engagiert. Sie haben jeweils den Topwert 100. Perugia und Hellas (je 92) sind deren Pendanten. Jedes Jahr dasselbe: Chievo (24,0) stellt die jüngste Startelf und Empoli (29,7) die älteste. Was auffällt: Piacenzas Startelf ist im Vergleich zur Vorsaison deutlich jünger geworden (-2,3 Jahre). Auch Padova hat seit Sasisonbeginn sein Durchschnittsalter erheblich verringert (-2,8). Viel gearbeitet wurde in Florenz. Dort wurde seit Saisonbeginn der Stärkewert um sage und schreibe 12,9 erhöht. Insgesamt ist die Serie A aber nur unwesentlich älter geworden. So betrug das Durchschnittsalter am Ende der vergangenen Saison 23,96 und nun vor dem 1. Spieltag 24,38 Jahre. Nach einer in der Serie A durchgeführten Umfrage entscheidet sich der Scudetto zwischen Inter und Chievo. Die Chancen stehen laut Manager Fifty-Fifty. Als Kandidaten für den internationalen Wettbewerb wurden durchgehend die in der Stärketabelle Führenden genannt. Bei den Absteigern ist man sich ebenso einig: Die Aufsteiger haben es schwer. Lediglich Florenz traut man den Klassenerhalt zu. Den Gang in die Serie B macht, nach Meinung der befragten Managern, außerdem Udine.
Autor: Kurt Knaster - Thursday, 01.07.2010 Desaströse Vorbereitung?
Brescia Calcio - Nach dem Trainingslager in Ascochinga und einer weiteren Trainingseinheit waren im Profi- und Amateurkader 5 Spieler angeschlagen und sage und schreibe 8 Spieler verletzt. Außerdem wurden die Testspiele gegen Odense (3:4 n. E.) und Rostock (3:4) und Almelo (6:8 n. E.) jeweils verloren. Sennikow kam gar zu spät zum Trainingsauftakt Nach einer langen EM, bei der er Russland zum Europameistertitel schoss, fehlte er die ersten Tage. Er machte eine Bädertherapie in der Heimat. Dies verursachte viel Trara., weil ihm Sonderrechte unterstellt wurden. Das Umfeld wurde weiter gestört bzw. es herrschte Unruhe. Es gab Fanproteste gegen eine Kommerzialisierung des Vereins. Ursprung der Diskussion waren die Kartenpreise, die erhöht wurden. In Zukunft soll es auch mehr Sitz- als Stehplätze geben. Noch dazu sind Logen geplant. Endgültig auf die Barrikaden gingen die Fans, als angekündigt wurde, dass das Stadion einen neuen Namen erhalten soll. Da wussten sie aber noch nicht, dass sie darüber abstimmen dürfen. Vereinsmitglieder und Dauerkarteninhaber gaben ihre Stimme ab. Nun wird die Heimstätte „Lo Spillo" heißen. Die Fans haben entschieden. Luigi Corione (Vereinspräsident): „Grenzen setzen und nicht das letzte Hemd verkaufen, ist die Devise. Wir setzen uns selbst Grenzen in Bezug auf die Kommerzialisierung. Das heißt, wir machen nicht alles zu Geld. Das ist ein schwieriger Spagat, den man hinkriegen muss, wenn man unseren Kern, das, was uns ausmacht, bewahren will", betonte Brescias Präsident. „Wir werden den Stadionnamen nicht verkaufen. Das ist einzigartig im Profifußball. Die Anhänger des Vereins stimmen über den Stadionamen ab. Die Fans, haben ein gutes und wichtiges Gespür für diese Gratwanderung.", so Corione weiter. „Veränderungen sind grundsätzlich notwendig, um nicht im Stillstand zu verharren, aber die Richtung ist dabei entscheidend, erläuterte „Il Presidente". Die Schlagzeilen nahmen dennoch kein Ende. Anschließend wurde von den Medien (sie befanden sich wohl schon im Sommerloch) Gerüchte gestreut, Brescia hätte finanzielle Probleme, ob der Neuverpflichtungen. Auch der Amateurkader wurde kritisiert. Er sei zu teuer. Dieses Thema konterte Corione bloß mit dem Satz: „Interessant, wer angeblich alles über unsere Finanzen Bescheid weiß." All dies schien Knaster nicht zu interessieren. Er kam zwar unpünktlich, aber gut gelaunt zur letzten Pressekonferenz vor dem Saisonauftakt. Und eine Erklärung für seine Verspätung hatte er auch gleich parat: „Es macht einfach so viel Spaß, dieser Mannschaft beim Training zuzuschauen. Ich wollte gar nicht mehr aufhören. Im Sturm hat sich nichts verändert, nur Nesti (29) ist weitergewandert. Dennoch bleibt der Angriff unser Prunkstück. Im Mittelfeld hatten wir ja schon letzte Saison den großen Schnitt. Schirra (27) musste aber wieder gehen, da er im Mannschaftskreis Verständigungsprobleme hatte. Nun sind noch mal 2 Akteure hinzugekommen. Bracci (24) ist unser absoluter Wunschspieler auf der rechten Außenbahn. Dort hatten wir jahrelang unsere Problemzone. Mit Szewczuk (26) gewinnen wir nicht nur in der Spielgestaltung neue Möglichkeiten, sondern im gesamten Mittelfeld an Erfahrung. Nachdem Veseley (26) an die Atlantikküste zurückgekehrt ist, sind in der Abwehr die Jungen aufgerückt. Sie müssen nun langsam Verantwortung übernehmen. Das ist zwar für dieses Alter eine hohe Bürde, aber ich traue den Innenverteidigern Bernardini (21) und Jandro (20) zu, diese Saison zu ihrer werden zu lassen. Im Tor haben wir einen der besten Torhüter Europas - Michelbach (23). Er und unser Topstürmer Sennikow (22) ragen heraus aus einem Team das sonst überall gleichwertig besetzt ist. Ausfälle können wir kompensieren." Sprach's und verschwand, bepackt mit Kühltasche, Grill und Holzkohle, in Richtung Stadtpark.
Autor: Kurt Knaster - Monday, 28.06.2010 Spektakulärer Transfer
Chievo Verona - Diese Meldung sorgte in Verona für reichlich Gesprächsstoff und Verwunderung. Der langjährige Kapitän und Leistungsträger der vergangenen Jahre, L.Lalopua, äußerte gegenüber dem Päsidenten den Wunsch in seine Heimat Frankreich zurückkehren zu dürfen, da seine 92-jährige Oma an einer starken Bronchitis leidet. Er wäre der einizige, der sich nun noch um sie kümmern könnte, da der andere Enkel, P.Lalopua, 12 Jahre alt, zu einer Weltumsegelung aufbrechen wird und sich dann gerne ins Guinessbuch der Rekorde eintragen lassen will. Da seine Reise wohl ca. 254 Tage dauern wird und sein Bruder ihm diesen langgehegten Wunsch nicht verbauen wollte, hat er sich zu dieser Ausleihe entschieden. Zum Manager Bisch sagte er bei der Verabschiedung folgende mitreißenden Worte: "Ich werde Chievo immer im Herze tragen, aber meine Oma hat in der Situation Vorrang. Ich werde nächstes Jahr zurückkehren, fitter und ausgeruhter denn je und dann mit Chievo den Titel holen." Mit diesem Versprechen ließ man ihn gen Frankreich ziehen, wo er seinem Bruder im Hafen von Sete bei der Vorbereitung zu dessen Abenteuer behilflich sein wollte. Der Manager konnte sich mit Blick auf den Transfer die folgenden Worte jedoch nicht verkneifen: "Man merkt eben doch, dass noch Blut des Urururopas, des in der ganzen Adria gefürchteten Kapitäns Messerwetzer Lalopua in seinen Adern fließt." Mit dem Lied "Junge, komm bald wieder, bald wieder, nach Haus" verabschiedete die Mannschaft ihren Kameraden, dem die Tränen wie Salzwasser in die Augen schossen, ob der rührenden Geste.
Autor: Tobias Bisch - Tuesday, 22.06.2010 Jelmer Bakhuys trainiert Juventus
Juventus Turin - Den gestrigen Trainingsauftakt bei Juventus leitete sehr zum staunen aller Medienvertreter und Fans der 61 jährige Niederländer Jelmer Bakhuys. Bakhuys, der zuvor ADO Den Haag trainierte sagt man nach, ein arroganter Trainer zu sein. Aus nicht bestätiger Quelle heißt es, seine 54 jährige Frau und die 29 jährige Tochter müssen zu Hause in Dienstuniform auftreten. Beim Trainingsauftakt ließ er die Mannschaft locker ihre Runden ums Stadion drehen und führte diverse Einzelgespräche mit den Führungsspieler. Ein erstes Interwiev konnten wir dem Trainer leider noch nicht rauskitzeln.
Autor: Caesar Luis Monetti - Thursday, 17.06.2010 Knaster dreht durch
Brescia Calcio - Traditionell darf die Stadiozeitung „Zona Cesarini" zu Saisonbeginn das erste Interview mit dem Manager Brescia Calcios führen. Schon als der Reporter, Timo Tifosini, das Büro Kurt Knasters betritt, erbietet sich ihm ein unerwarteter Anblick: Der Manager thront förmlich in der Mitte des Raumes, eingerahmt von zwei jungen Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts, die nur leicht bekleidet, dem „Primus inter pares" (so steht es auf dem Türschild) mit Palmen-Fächern Luft zuwedeln. Als Tifosini nach unendlich lang erscheinenden Sekunden, ein Platz angeboten wird, stellt er seine Fragen. ZC: „Ähem, Signore Knaster, Ihr lang gehegter Wunsch, auf der europäischen Bühne aufzutreten, ist nun endlich in Erfüllung gegangen. Was war das für ein Gefühl?" KK: „Nun, da dieser Erfolg nicht erst am letzten Spieltag in trockenen Tüchern war, konnte ich die letzten Spiele einfach nur noch genießen. Mit etwas Glück hätten wir sogar noch Vize-Meister werden können. Aber ich habe meine Maxime, keinen Spieler zu verheizen, konsequent durchgezogen und deshalb am Ende der Runde den ein und anderen geschont. Das hat sich auch, wenn ich mir die Formwerte der Mannschaft und die Stärkeanpassung anschaue, durchaus bezahlt gemacht." Knaster sucht etwas in der Schreibtischschublade, findet einen Tapetenkleisterpinsel, lehnt sich entspannt in seinem überdimensionalen Chefsessel zurück und beginnt damit, sich genüsslich den Bauch auf und ab zu streichen. ZC: „Scusi, haben Sie sich denn nach dem Erreichen des Inter-Cups etwas gegönnt? Ein Glas Sekt oder einen schönen Urlaub?" Knaster unterbricht das Pinseln, bückt sich nach unten und hebt einen Karton auf den Schreibtisch. KK: „Schauen Sie mal, was heute Morgen mit der Post gekommen ist. Das habe ich mir bei buckingham.it bestellt. Herrlich, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht wahr?!" Knaster kramt aus der Kiste ein Zepter heraus und eine Krone, die er sich sogleich freudestrahlend aufsetzt. Der Manager ruft nun über die Sprechanlage nach einem Messdiener. Wenige Momente später, so als ob er nur darauf gewartet hätte, betritt ein ebensolcher den Raum, in der Hand einen qualmenden Weihrauchbehälter, den er hin und her wedelt. ZC: „Haben Sie eigentlich keine Angst davor, die Bodenhaftung verlieren zu können?" KK: „Hören Sie mal, seit meinem Amtsantritt vor 6 Jahren hat sich die Mannschaft und der gesamte Verein stetig verbessert. Jahr für Jahr erhöht sich der Stärkewert. Saison für Saison erzielen wir mehr Punkte und klettern in der Tabelle immer höher. Sukzessive wurde der Marktwert erhöht und die Angestellten immer besser geschult. Schritt für Schritt wurde das Jugendinternat und das Stadion ausgebaut. Wir sind der aufstrebendste Verein der Serie A. Wie war noch mal die Frage?" Nachdem Tifosini erst mal schlucken muß bevor er die nächste Frage formuliert, erscheint auf dem riesigen, digitalen Bilderrahmen, der die Wand hinter dem Schreibtisch ziert und die ganze Zeit das Konterfei Knasters zeigte, eine große Wiese saftigen, grünen Klees. ZC: „Egal. Kommen wir zu..." KK: „Möchten Sie mal den neuen Whirlpool auf der Dachterrasse sehen? Der ist wirklich sensationell. Die Damen werden sie hin begleiten." Knaster klickt auf sein Laptop und das Büro wird in einer Art „Disco" illuminiert. Aus den Lautsprechern tönen die ersten Takte von „All I Need" von Air und eine sich automatisch öffnende Schiebetür zur Dachterrasse setzt sich in Bewegung. Der blaue Himmel über Brescia öffnet sich ebenso und man ist schier geblendet von den einfallenden Sonnenstrahlen. Im selben Moment kommen zwei Sicherheitsbeamte in das Büro hereingestürmt und brüllen: „Da ist ja der Spinner! Nun gehst du uns nicht mehr durch die Lappen." Die Beamten stürzen sich auf ihn und seine Komparsen, und drängen sie nach draußen. Lautes Stimmengewirr, aber auch Lachen, durchdringt den Raum. Als alle das Büro Knasters verlassen haben und wieder Stille eingekehrt ist, betritt Giuliana Sciattona, die Chef-Sekretärin Brescia Calcios, das Zimmer und erklärt Timo Tifosini, dass es sich bei dem Interviewpartner nicht um Kurt Knaster, sondern den bekannten Parodisten Matzolo Knopi handelte. Es täte ihr sehr leid, aber der Interviewtermin mit Knaster fände heute wohl nicht statt.
Autor: Kurt Knaster - Wednesday, 16.06.2010 Calcio Oggi
Brescia Calcio - Das inoffizielle Presseorgan des italienischen Soccergame-Verbandes, „Calcio Oggi", zieht ein Resümee über die Rückrunde 2010-01: Serie C: Karl S. Berg ist mit dem FC Bologna, mit 13 Punkten Vorsprung, souverän die Meisterschaft gelungen. Vizemeister wurde FC Genua 1893, der nach der Hinrunde noch 9 Punkte Rückstand auf den damals zweitplatzierten FC Messina hatte und am Ende nun 9 Punkte Vorsprung auf Messina hat, unter der Leitung von Carlos Alberto. Ebenfalls aufsteigen wird US Cremonese mit Siggi. Allesamt Manager mit jahrelanger Erfahrung. Verschwinden in die 4. Liga wird AS Citadella, da niemand diesen Verein übernehmen wollte. Serie B: Die eigentlichen Favoriten strauchelten. Doch schon nach der Hinrunde standen die 3 Aufsteiger auf den ersten Plätzen. Meister wurde Padova Calcio mit Manager BeatZberg am Steuer, gefolgt vom AC Florenz, der nach dreijähriger Tätigkeit von Micky Mouhrinho nun auch in der kommenden Saison in der Serie A antreten darf. Man darf dies als kleine Sensation bezeichnen, denn Fiorentina gehört vom Papier her in die zweite Tabellenhälfte. Ebenso etwas überraschend sicherte sich Bobbebusters mit Livorno Calcio das letzte Ticket für die höchste Spielklasse. Auch in der Serie B setzten sich die Manager mit den meisten SG-Spielen durch und die Mannschaft stieg ab, die über die ganze Saison keinen Manager fand: Reggina Calcio. Überraschend, dass die starken Teams, allen voran AC Siena (geleitet von EL.PHENOMENO) und der Absteiger aus der Serie A, SSC Neapel (Roberto Moggi), so gar nicht ins Titelrennen eingreifen konnten und US Lecce (Jannick Seebauer), ebenfalls ein Absteiger, sogar nur Drittletzter wurde. Das Präsidium Lecces zog nach der Spielrunde folgerichtig auch die Konsequenz aus diesem Ergebnis und stellte mit Mephisto einen neuen Manager ein, der in Österreich mit Rapid Wien etliche Erfolge (1x Meister, 2x Pokalsieger, 2x Super-Cup-Sieger, 1x Pokalsieger-Cup-Gewinner) vorzuweisen hat. Serie A: Den Titelkampf hielten AS Rom (mit Fussballverrückter) und FC Empoli (Dirk K) bis zum Ende spannend. Aufopferungsvoll boten sie über die gesamte Saison Inter Mailand (Sir Coulman) die Stirn und mussten sich doch letztendlich geschlagen geben. Inter ist es zum ersten Mal gelungen, den Scudetto zu verteidigen. Die Roma wurde Vizemeister und der Herbstmeister Empoli musste sich mit dem 3. Platz begnügen - immerhin. Chievo (Tobias Bisch) hat sich im Meister-Cup verausgabt und konnte so nicht ins Titelrennen eingreifen. Wenigstens konnte der Pokal nach Verona geholt werden. Man nimmt also im kommenden Jahr im Pokalsieger-Cup teil. Piacenza ereilte ein ähnliches Schicksal. Im Intercup hat Manolo alles gegeben, um dafür in der Liga einen hohen Preis zu zahlen. Zum Glück darf der sechstplazierte Piacenza, dank des Pokalsiegs Chievos, wieder international auftreten. Endlich freut sich auch der überraschende Rückrundenmeister Brescia Calcio, mit Kurt Knaster, auf Europa. Der 5. Platz ist die bisher beste Platzierung Brescias in der Ära Knaster. Der FC Parma (Dr. Mabuse) hat tatsächlich die Sensation geschafft. Vor der Saison als klarer Abstiegskandidat gehandelt, schaffte man einen einstelligen Tabellenplatz und landete, vielleicht auch angetrieben durch den deutlich erhöhten Zuschauerzuspruch, auf dem 8. Tabellenplatz. Von den Aufsteigern gelang es immerhin zweien, die Klasse zu halten. So landete der erfahrene Pircpirc mit Lazio Rom auf dem 13. Platz und Mike Hammer mit Udine auf dem 17. Platz. Wieso dann der Manager von Udinese Calcio den Hammer fallen ließ und kündigte, ist nicht bekannt aber erstaunlich. Dass zwei der Absteiger Palermo und Salernitana heißen, war wenig überraschend, dass aber der AS Bari nach siebenjähriger Erstligazugehörigkeit unter der Leitung von Wynten Rü Rufer den Gang in die Serie B macht, hatten die meisten wohl nicht auf dem Zettel. 13.363.117 Spettatori fanden den Weg in die Stadien der Serie A. Zuschauerkrösus ist dabei Inter Mailand mit 1.231.727 (im Schnitt 64.828) Besuchern. Die wenigsten Fans kamen zu Empoli (238.425 / 12.548), obwohl man über die ganze Saison an der Tabellenspitze zu finden war. Erstaunlicherweise zog der Absteiger Palermo auswärts die meisten Zuschauer an (im Schnitt 39.294) und am wenigsten interessierte man sich hingegen für Piacenza (33.692). Hier die komplette Zuschauertabelle (in Klammern durchschnittliche Zuschauerzahl / größte Zuschauerzahl): 1. Inter Mailand (64.828 / 72.020) 2. Chievo (53.534 / 56.050) 3. Piacenza (51.113 / 56.010) 4. Pescara (48.938 / 51.780) 5. Brescia (41.839 / 46.000) 6. Hellas (41.807 / 52.140) 7. Roma (40.669 / 44.559) 8. Parma (40.273 / 46.760) 9. Torino (38.267 / 41.830) 10. Salernitana (34.898 / 38.198) 11. Milan (33.931 / 38.350) 12. Juve (33.639 / 37.440) 13. Perugia (33.572 / 37.920) 14. Lazio (32.690 / 35.505) 15. Genua (31.703 / 37.340) 16. Como (31.022 / 34.860) 17. Bari (28.201 / 32.500) 18. Udinese (25.451 / 38.220) 19. Palermo (19.278 / 22.645) 20. Empoli (12.548 / 14.860)
Autor: Kurt Knaster - Thursday, 03.06.2010 |